Entführungen japanischer Bürger
durch Nordkorea
Entführungen japanischer Bürger durch Nordkorea
www.rachi.go.jp
Sonderstab der Japanischen Regierung für die Entführungsproblematik
Hauptseite > Entführung japanischer Bürger durch Nordkorea > Einzelfälle—17 von der Regierung Japans identifizierte Entführte
Januar 2010
Die Regierung Japans hat die folgenden 17 Personen als von Nordkorea entführt identifiziert. (Alter zum Zeitpunkt der Entführung, Geschlecht und Ort des Verschwindens stehen in Klammern.)
Nordkorea streitet ab, dass Yutaka Kume jemals nordkoreanisches Territorium betreten hat. Die japanischen Behörden haben im Januar 2003 einen Haftbefehl für den nordkoreanischen Agenten Kim Se-Ho, den Hauptverdächtigen in diesem Fall, erlassen und ihn Interpol übermittelt. Die Regierung Japans fordert die Auslieferung Kim Se-Hos von Nordkorea an Japan. Bei den im Februar 2006 abgehaltenen Umfassenden Japanisch-Nordkoreanischen Gesprächen versicherte die nordkoreanische Seite, dass sie nichts von einem Kim Se-Ho wisse und versprach die Einleitung von Ermittlungen zu seiner Identifizierung, sofern Japan alle relevanten Informationen liefere. |
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Die Regierung Japans ersuchte Nordkorea bei der 12. Runde der im Oktober 2002 in Kuala Lumpur abgehaltenen Japanisch-Nordkoreanischen Normalisierungsgespräche und bei allen drei 2004 abgehaltenen Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea um die Bereitstellung von Informationen über ihren Fall. Während der dritten Runde der Konsultationen versicherte Nordkorea, dass es keine Indizien dafür gebe, dass Kyoko Matsumoto jemals nordkoreanischen Boden betreten habe. Die Regierung Japans hat seit November 2006, als Kyoko Matsumoto erstmalig als Entführte identifiziert wurde, wiederholt gefordert, dass Nordkorea ihre unverzügliche Rückkehr nach Japan erlaube und vollständige Rechenschaft über ihren Fall abgebe. Nordkorea hat darauf nicht geantwortet. |
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Während der dritten Runde der im November 2004 abgehaltenen Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea behauptete Nordkorea, dass Megumi Yokota im April 1994 verstorben sei, und übergab ihre angeblichen sterblichen Überreste. Eine DNA-Analyse ergab jedoch, dass einige der Knochen dieser Überreste tatsächlich die Knochen einer oder mehrerer anderer Personen sind. Im April 2006 ergab eine von der Regierung Japans veranlasste Analyse der DNA eines Mädchens, das von Nordkorea als Megumi Yokotas Tochter vorgestellt wurde, dass Kim Young-Nam, ein 1978 als Oberschüler aus der Republik Korea entführter koreanischer Staatsangehöriger, mit Megumi Yokota verheiratet war. |
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Die Regierung Japans ersuchte Nordkorea bei der 12. Runde der im Oktober 2002 in Kuala Lumpur abgehaltenen Japanisch-Nordkoreanischen Normalisierungsgespräche und bei allen drei 2004 abgehaltenen Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea um die Bereitstellung von Informationen über diesen Fall. Während der dritten Runde der Konsultationen versicherte Nordkorea, dass es keine Indizien dafür gebe, dass Minoru Tanaka jemals nordkoreanischen Boden betreten habe. Die Regierung Japans hat seit April 2005, als die Regierung ihn erstmalig als Entführten identifizierte, wiederholt gefordert, dass Nordkorea eine unverzügliche Rückkehr von Minoru Tanaka nach Japan erlaube und vollständige Rechenschaft über seinen Fall abgebe. Nordkorea hat darauf nicht geantwortet. |
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Frau Kim Hyon-Hui, eine ehemalige nordkoreanische Agentin, die für einen Bombenanschlag auf ein Verkehrsflugzeug der Korean Airlines im November 1982 verurteilt wurde, behauptet, dass sie von einer Frau namens Lee Un-Hae geschult worden sei, um sich in die japanische Gesellschaft zu integrieren. Es wird vermutet, dass Lee Un-Hae tatsächlich Yaeko Taguchi ist, eine Frau, die in Japan als vermisst gemeldet ist. Nordkorea versichert, dass Yaeko Taguchi 1984 Tadaaki Hara heiratete und bald nach seinem Tod durch Krankheit im Jahr 1986 bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Nordkorea hat jedoch keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt. Auf einem Treffen im März 2009 zwischen den Mitgliedern
der Familie Iizuka, Verwandten von Frau Yaeko Taguchi und Frau
Kim Hyon-Hui konnte Frau Kim wichtige neue Informationen zum Verbleib
von Frau Taguchi liefern (siehe Anmerkung). Die japanische Regierung
arbeitet gegenwärtig an der Überprüfung dieser
Informationen. |
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Die beiden heirateten 1979 und kehrten im Oktober 2002 nach Japan zurück. Ihre Tochter und zwei Söhne kamen im Mai 2004 nach Japan. Im Februar 2006 erließen die japanischen Behörden einen Haftbefehl für Sin Kwang-Su, den nordkoreanischen Agenten, von dem man glaubt, dass er für ihre Entführung verantwortlich ist, und schrieben ihn international zur Fahndung aus. Die Regierung Japans fordert seine Auslieferung von Nordkorea an Japan. |
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Die beiden heirateten im Jahr 1980 und kehrten im Oktober 2002 nach Japan zurück. Ihr Sohn und ihre Tochter kamen im Mai 2006 nach Japan. Die japanischen Behörden erließen im Februar 2006 einen Haftbefehl für eine Person namens Choi Sun-Chol, einen nordkoreanischen Agenten, von dem man glaubt, dass er für ihre Entführungen verantwortlich ist, und im Februar 2007 ebenfalls einen Haftbefehl für Han Myeong-Il alias Han Geum-Nyeong sowie Kim Nam-Jin, die als Mittäter bei diesen Entführungen vermutet werden. Beide wurden international zur Fahndung ausgeschrieben. Die Regierung Japans fordert ihre Auslieferung von Nordkorea an Japan. |
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Nordkorea versichert, dass die beiden im Juli 1979 heirateten, dass Shuichi Ichikawa im September desselben Jahres an einem Herzanfall, und Rumiko Masumoto im Jahr 1981 ebenfalls an einem Herzanfall gestorben sei. Nordkorea hat jedoch keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt.. |
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Hitomi Soga kehrte im Oktober 2002 nach Japan zurück. Ihr Ehegatte (Charles Robert Jenkins, ein US-Bürger) und ihre beiden Töchter kamen im Juli 2004 nach Japan. Nordkorea versichert, dass Miyoshi Soga niemals nordkoreanischen Boden betreten habe. Die japanischen Behörden erließen im November 2006 einen Haftbefehl für eine Person namens Kim Myong-Suk, eine nordkoreanische Agentin, von der man glaubt, dass sie für die Entführungen verantwortlich ist, und schrieben sie international zur Fahndung aus. Die Regierung Japans fordert ihre Auslieferung von Nordkorea an Japan. |
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Nordkorea versichert, dass Toru Ishioka und Keiko Arimoto bei einem Gasunfall im November 1988 gestorben seien, hat aber keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt. Nordkorea versichert außerdem, dass Kaoru Matsuki im August 1996 bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Bei den im November 2004 abgehaltenen Dritten Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea übergab Nordkorea sterbliche Überreste, die angeblich die von Kaoru Matsuki sein sollten, doch eine in Japan durchgeführte Analyse ergab, dass diese Überreste DNA enthielten, die einer anderen Person gehört. Die japanischen Behörden erließen im Juni 2007 Haftbefehle für Junko Mori und Sakiko Wakabayashi (geborene Kuroda), Ehefrauen von Yodo-go-Mitgliedern, von denen man glaubt, dass sie für diese Entführungen verantwortlich sind, und ließen beide international zur Fahndung ausschreiben. Die Regierung Japans fordert ihre Auslieferung von Nordkorea an Japan. |
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Der nordkoreanische Agent Sin Kwang-Su hat vor den Behörden in der Republik Korea (Südkorea) gestanden, dass er für die Entführung von Tadaaki Hara verantwortlich sei. Die japanischen Behörden erließen einen Haftbefehl für Sin Kwang-Su als die für die Entführung verantwortliche Person und ließen ihn international zur Fahndung ausschreiben. Die Regierung Japans hat die Auslieferung Sin Kwang-Sus an Japan gefordert, und erließ im April 2006 einen erneuten Haftbefehl, der ihn als den Hauptverdächtigen in diesem Entführungsfall nennt. Nordkorea zeigte keinerlei Bereitschaft, ihn an Japan auszuliefern, sondern hat vielmehr Sin Kwang-Su als Held geehrt. Die japanischen Behörden haben auch einen Haftbefehl für Kim Kil-Uk erlassen, den man für einen Mittäter bei der Entführung von Tadaaki Hara hält, und führen die notwendigen Schritte aus, ihn international zur Fahndung ausschreiben zu lassen. Nordkorea versichert, dass Tadaaki Hara im Jahr 1984 Yaeko Taguchi heiratete, und dass er im Jahr 1986 an Leberzirrhose gestorben sei. Nordkorea hat jedoch keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt. |
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Die frühere Ehefrau eines Yodo-go-Mitglieds hat zugegeben, dass sie Keiko Arimoto in Zusammenarbeit mit den nordkoreanischen Behörden entführt habe. Im September 2002 erließen die japanischen Behörden einen Haftbefehl für Kimihiro Uomoto (Geburtsname Abe), ein Yodo-go-Mitglied, von dem man glaubt, dass er für die Entführung verantwortlich ist, und ließen ihn international zur Fahndung ausschreiben. Die Regierung Japans fordert seine Auslieferung von Nordkorea an Japan, aber Nordkorea hat keinerlei Bereitschaft zur Einwilligung gezeigt. Nordkorea versichert, dass Keiko Arimoto und Toru Ishioka bei demselben Gasunfall im November 1988 gestorben seien, hat aber keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt. |
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