Entführung japanischer Bürger durch Nordkorea

Einzelfälle—17 von der Regierung Japans identifizierte Entführte

Januar 2010

Settembre 1977 Caso Ushitsu Ottobre 1977 Donna rapita Intorno al mese di maggio 1980 Due uomini giapponesi rapiti in Europa Intorno al mese di luglio 1983 Donna giapponese rapita in Europa Agosto 1978 Madre e figlia rapite Novembre 1977 Ragazza rapita Luglio 1978 Coppia rapita Intorno al mese di giugno 1978 Rapimento di Lee Un-Hae Agosto 1978 Coppia rapita Giugno 1980 Caso Sin Kwang-Su Intorno al mese di giugno 1978 Rapimento di un ex dipendente di un ristorante Luglio 1978 Coppia rapita

Die Regierung Japans hat die folgenden 17 Personen als von Nordkorea entführt identifiziert. (Alter zum Zeitpunkt der Entführung, Geschlecht und Ort des Verschwindens stehen in Klammern.)

1. 19. September 1977: Fall Ushitsu

  • Entführter: Yutaka Kume (52, männlich, Präfektur Ishikawa)
  • Verschwand vor der Küste von Ushitsu in der Präfektur Ishikawa.

Nordkorea streitet ab, dass Yutaka Kume jemals nordkoreanisches Territorium betreten hat. Die japanischen Behörden haben im Januar 2003 einen Haftbefehl für den nordkoreanischen Agenten Kim Se-Ho, den Hauptverdächtigen in diesem Fall, erlassen und ihn Interpol übermittelt. Die Regierung Japans fordert die Auslieferung Kim Se-Hos von Nordkorea an Japan. Bei den im Februar 2006 abgehaltenen Umfassenden Japanisch-Nordkoreanischen Gesprächen versicherte die nordkoreanische Seite, dass sie nichts von einem Kim Se-Ho wisse und versprach die Einleitung von Ermittlungen zu seiner Identifizierung, sofern Japan alle relevanten Informationen liefere.

2. 21. Oktober 1977: Entführung einer Frau

  • Entführte: Kyoko Matsumoto (29, weiblich, Präfektur Tottori)
  • Verschwand auf dem Weg zum Strickkurs in der Nähe ihrer Wohnung.

Die Regierung Japans ersuchte Nordkorea bei der 12. Runde der im Oktober 2002 in Kuala Lumpur abgehaltenen Japanisch-Nordkoreanischen Normalisierungsgespräche und bei allen drei 2004 abgehaltenen Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea um die Bereitstellung von Informationen über ihren Fall. Während der dritten Runde der Konsultationen versicherte Nordkorea, dass es keine Indizien dafür gebe, dass Kyoko Matsumoto jemals nordkoreanischen Boden betreten habe.

Die Regierung Japans hat seit November 2006, als Kyoko Matsumoto erstmalig als Entführte identifiziert wurde, wiederholt gefordert, dass Nordkorea ihre unverzügliche Rückkehr nach Japan erlaube und vollständige Rechenschaft über ihren Fall abgebe. Nordkorea hat darauf nicht geantwortet.

3. 15. November 1977: Entführung eines Mädchens

  • Entführte: Megumi Yokota (13, weiblich, Präfektur Niigata)
  • Verschwand auf dem Heimweg von der Schule in der Stadt Niigata.

Während der dritten Runde der im November 2004 abgehaltenen Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea behauptete Nordkorea, dass Megumi Yokota im April 1994 verstorben sei, und übergab ihre angeblichen sterblichen Überreste. Eine DNA-Analyse ergab jedoch, dass einige der Knochen dieser Überreste tatsächlich die Knochen einer oder mehrerer anderer Personen sind.

Im April 2006 ergab eine von der Regierung Japans veranlasste Analyse der DNA eines Mädchens, das von Nordkorea als Megumi Yokotas Tochter vorgestellt wurde, dass Kim Young-Nam, ein 1978 als Oberschüler aus der Republik Korea entführter koreanischer Staatsangehöriger, mit Megumi Yokota verheiratet war.

4. Ca. Juni 1978: Entführung eines ehemaligen Restaurantangestellten

  • Entführter: Minoru Tanaka (28, männlich, Präfektur Hyogo)
  • Verschwand nach der Abreise aus Japan nach Europa.

Die Regierung Japans ersuchte Nordkorea bei der 12. Runde der im Oktober 2002 in Kuala Lumpur abgehaltenen Japanisch-Nordkoreanischen Normalisierungsgespräche und bei allen drei 2004 abgehaltenen Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea um die Bereitstellung von Informationen über diesen Fall. Während der dritten Runde der Konsultationen versicherte Nordkorea, dass es keine Indizien dafür gebe, dass Minoru Tanaka jemals nordkoreanischen Boden betreten habe.

Die Regierung Japans hat seit April 2005, als die Regierung ihn erstmalig als Entführten identifizierte, wiederholt gefordert, dass Nordkorea eine unverzügliche Rückkehr von Minoru Tanaka nach Japan erlaube und vollständige Rechenschaft über seinen Fall abgebe. Nordkorea hat darauf nicht geantwortet.

5. Ca. Juni 1978: Entführung von Lee Un-Hae

  • Entführte: Yaeko Taguchi (22, weiblich, unbekannt)

Frau Kim Hyon-Hui, eine ehemalige nordkoreanische Agentin, die für einen Bombenanschlag auf ein Verkehrsflugzeug der Korean Airlines im November 1987 verurteilt wurde, behauptet, dass sie von einer Frau namens Lee Un-Hae geschult worden sei, um sich in die japanische Gesellschaft zu integrieren. Es wird vermutet, dass Lee Un-Hae tatsächlich Yaeko Taguchi ist, eine Frau, die in Japan als vermisst gemeldet ist.

Nordkorea versichert, dass Yaeko Taguchi 1984 Tadaaki Hara heiratete und bald nach seinem Tod durch Krankheit im Jahr 1986 bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Nordkorea hat jedoch keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt.

Auf einem Treffen im März 2009 zwischen den Mitgliedern der Familie Iizuka, Verwandten von Frau Yaeko Taguchi und Frau Kim Hyon-Hui konnte Frau Kim wichtige neue Informationen zum Verbleib von Frau Taguchi liefern (siehe Anmerkung). Die japanische Regierung arbeitet gegenwärtig an der Überprüfung dieser Informationen.
(Anmerkung) Aussage von Frau Kim: „Ich bin im Januar 1987 aus Macao zurückgekehrt; im Februar oder März sagte mir ihr Fahrer, Frau Taguchi sei an einen unbekannten Ort gebracht worden. Ich hatte 1986 gehört, dass ein allein lebendes Opfer verheiratet worden war, und nahm deshalb an, dass dies auch mit Frau Taguchi geschehen sein könnte.“

6. 7. Juli 1978: Entführung eines jungen Paares

  • Entführte: Yasushi Chimura (23, männlich, Präfektur Fukui)
    Fukie Chimura (geborene Hamamoto, 23, weiblich, Präfektur Fukui)
  • Verschwanden, nachdem sie gesagt hatten, sie würden zusammen ausgehen.

Die beiden heirateten 1979 und kehrten im Oktober 2002 nach Japan zurück. Ihre Tochter und zwei Söhne kamen im Mai 2004 nach Japan.

Im Februar 2006 erließen die japanischen Behörden einen Haftbefehl für Sin Kwang-Su, den nordkoreanischen Agenten, von dem man glaubt, dass er für ihre Entführung verantwortlich ist, und schrieben ihn international zur Fahndung aus. Die Regierung Japans fordert seine Auslieferung von Nordkorea an Japan.

7. 31. Juli 1978: Entführung eines jungen Paares

  • Entführte: Kaoru Hasuike (20, männlich, Präfektur Niigata)
    Yukiko Hasuike (geborene Okudo, 22, weiblich, Präfektur Niigata)
  • Kaoru Hasuike verschwand, nachdem er gesagt hatte, er würde ausgehen und bald zurückkehren. Yukiko Okudo verschwand ebenfalls, nachdem sie gesagt hatte, sie würde ausgehen.

Die beiden heirateten im Jahr 1980 und kehrten im Oktober 2002 nach Japan zurück. Ihr Sohn und ihre Tochter kamen im Mai 2006 nach Japan.

Die japanischen Behörden erließen im Februar 2006 einen Haftbefehl für eine Person namens Choi Sun-Chol, einen nordkoreanischen Agenten, von dem man glaubt, dass er für ihre Entführungen verantwortlich ist, und im Februar 2007 ebenfalls einen Haftbefehl für Han Myeong-Il alias Han Geum-Nyeong sowie Kim Nam-Jin, die als Mittäter bei diesen Entführungen vermutet werden. Beide wurden international zur Fahndung ausgeschrieben. Die Regierung Japans fordert ihre Auslieferung von Nordkorea an Japan.

8. 12. August 1978: Entführung eines jungen Paares

  • Entführte: Shuichi Ichikawa (23, männlich, Präfektur Kagoshima)
    Rumiko Masumoto (24, weiblich, Präfektur Kagoshima)
  • Verschwanden, nachdem sie gesagt hatten, sie wollten den Sonnenuntergang am Strand anschauen.

Nordkorea versichert, dass die beiden im Juli 1979 heirateten, dass Shuichi Ichikawa im September desselben Jahres an einem Herzanfall, und Rumiko Masumoto im Jahr 1981 ebenfalls an einem Herzanfall gestorben sei. Nordkorea hat jedoch keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt..

9. 12. August 1978: Entführung einer Mutter und ihrer Tochter

  • Entführte: Hitomi Soga (19, weiblich, Präfektur Niigata)
    Miyoshi Soga (46, weiblich, Präfektur Niigata)
  • Verschwanden, nachdem sie gesagt hatten, sie würden einkaufen gehen.

Hitomi Soga kehrte im Oktober 2002 nach Japan zurück. Ihr Ehegatte (Charles Robert Jenkins, ein US-Bürger) und ihre beiden Töchter kamen im Juli 2004 nach Japan.

Nordkorea versichert, dass Miyoshi Soga niemals nordkoreanischen Boden betreten habe. Die japanischen Behörden erließen im November 2006 einen Haftbefehl für eine Person namens Kim Myong-Suk, eine nordkoreanische Agentin, von der man glaubt, dass sie für die Entführungen verantwortlich ist, und schrieben sie international zur Fahndung aus. Die Regierung Japans fordert ihre Auslieferung von Nordkorea an Japan.

10. Ca. Mai 1980: Entführung zweier Japaner in Europa

  • Entführte: Toru Ishioka (22, männlich, Europa)
    Kaoru Matsuki (26, männlich, Europa)
  • Beide verschwanden 1980 während ihres Aufenthalts in Europa. Ein in Polen abgestempelter und von Toru Ishioka im Jahr 1988 an seine Familie in Japan abgeschickter Brief ließ darauf schließen, dass er, Kaoru Matsuki und Keiko Arimoto sämtlich  in Nordkorea lebten.

Nordkorea versichert, dass Toru Ishioka und Keiko Arimoto bei einem Gasunfall im November 1988 gestorben seien, hat aber keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt. Nordkorea versichert außerdem, dass Kaoru Matsuki im August 1996 bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Bei den im November 2004 abgehaltenen Dritten Konsultationen auf Arbeitsebene zwischen Japan und Nordkorea übergab Nordkorea sterbliche Überreste, die angeblich die von Kaoru Matsuki sein sollten, doch eine in Japan durchgeführte Analyse ergab, dass diese Überreste DNA enthielten, die einer anderen Person gehört.

Die japanischen Behörden erließen im Juni 2007 Haftbefehle für Junko Mori und Sakiko Wakabayashi (geborene Kuroda), Ehefrauen von Yodo-go-Mitgliedern, von denen man glaubt, dass sie für diese Entführungen verantwortlich sind, und ließen beide international zur Fahndung ausschreiben. Die Regierung Japans fordert ihre Auslieferung von Nordkorea an Japan.

11. Mitte Juni 1980: Fall Sin Kwang-Su

  • Entführter: Tadaaki Hara (43, männlich, Präfektur Miyazaki)
  • Verschwand in der Präfektur Miyazaki

Der nordkoreanische Agent Sin Kwang-Su hat vor den Behörden in der Republik Korea (Südkorea) gestanden, dass er für die Entführung von Tadaaki Hara verantwortlich sei. Die japanischen Behörden erließen einen Haftbefehl für Sin Kwang-Su als die für die Entführung verantwortliche Person und ließen ihn international zur Fahndung ausschreiben. Die Regierung Japans hat die Auslieferung Sin Kwang-Sus an Japan gefordert, und erließ im April 2006 einen erneuten Haftbefehl, der ihn als den Hauptverdächtigen in diesem Entführungsfall nennt. Nordkorea zeigte keinerlei Bereitschaft, ihn an Japan auszuliefern, sondern hat vielmehr Sin Kwang-Su als Held geehrt. Die japanischen Behörden haben auch einen Haftbefehl für Kim Kil-Uk erlassen, den man für einen Mittäter bei der Entführung von Tadaaki Hara hält, und führen die notwendigen Schritte aus, ihn international zur Fahndung ausschreiben zu lassen.

Nordkorea versichert, dass Tadaaki Hara im Jahr 1984 Yaeko Taguchi heiratete, und dass er im Jahr 1986 an Leberzirrhose gestorben sei. Nordkorea hat jedoch keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt.

12. Ca. Juli 1983: Entführung einer Japanerin in Europa

  • Entführte: Keiko Arimoto (23, weiblich, Europa)
  • Verschwand in Europa

Die frühere Ehefrau eines Yodo-go-Mitglieds hat zugegeben, dass sie Keiko Arimoto in Zusammenarbeit mit den nordkoreanischen Behörden entführt habe. Im September 2002 erließen die japanischen Behörden einen Haftbefehl für Kimihiro Uomoto (Geburtsname Abe), ein Yodo-go-Mitglied, von dem man glaubt, dass er für die Entführung verantwortlich ist, und ließen ihn international zur Fahndung ausschreiben. Die Regierung Japans fordert seine Auslieferung von Nordkorea an Japan, aber Nordkorea hat keinerlei Bereitschaft zur Einwilligung gezeigt.

Nordkorea versichert, dass Keiko Arimoto und Toru Ishioka bei demselben Gasunfall im November 1988 gestorben seien, hat aber keine Dokumente oder Indizien zur Bestätigung dieser Behauptungen bereitgestellt.